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05.07.2018

Wehren des Amtes Fockbek und Rettungsdienst übten den Ernstfall

Bild - Wehren des Amtes Fockbek und Rettungsdienst übten den Ernstfall
© Einsatzobjekt der Amtsübung war eine Produktionshalle im Hobby Wohnwagenwerk.

Fockbek. Das Hobby Wohnwagenwerk in Fockbek war Schauplatz der jährlichen Amtsübung der Feuerwehren des Amtes Fockbek. 102 Einsatzkräfte der Amtswehren sowie des Rettungsdienstes waren daran beteiligt. Um 18.57 Uhr wurden die Feuerwehren Fockbek und Nübbel durch die Leitstelle alarmiert. Zusätzlich ertönten die Sirenen in beiden Gemeinden. Das Szenario der Übung: Im Hobby Wohnwagenwerk ist es während der Spätschicht in einer Produktionshalle mit brennbaren und ätzenden Stoffen zu einem Betriebsunfall gekommen. An der Halle ist starke Rauchentwicklung zu sehen. Die Anzahl der noch in der Halle befindlichen Personen ist unklar.

Unter Atemschutz drangen die Feuerwehrleute in das Gebäude ein, das stark vernebelt war. Zur Unterstützung alarmierten sie die Wehren aus Alt Duvenstedt und Rickert nach, da zusätzlich im Außenbereich ein Container in Brand geraten war. Insgesamt sieben Personen wurden „gerettet“ und an die DRK-Bereitschaft Rendsburg übergeben. „Die Menschenrettung unter Atemschutz war ein Schwerpunkt der Übung“, so Amtswehrführer Dr. Jan Traulsen. „Das Einsatzgeschehen wurde durch das Schminken von Verletzungen der zu rettenden Personen realitätsnah dargestellt“, ergänzte Amtswehrführer Traulsen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Umgang mit dem 2017 eingeführten Digitalfunk. Aufgrund des umfangreichen Schadenereignisses und des großflächigen Einsatzobjektes war es zwingend notwendig Einsatzabschnitte zu bilden. Jeder Abschnitt erhielt zur internen Kommunikation zwischen den Einsatzkräften einen eigenen Funkkanal zugeordnet und gleichzeitig musste die Verbindung zur Einsatzleitung immer aufrechterhalten werden. Das erforderte von den Führungskräften den Einsatz von zwei Funkgeräten und die Abstimmung und Einhaltung der Kommunikationsebenen. Hierfür ist es wichtig ein einheitliches Funkkonzept für Großschadenslagen zu entwickeln und zu erproben, berichtet Jan Traulsen, der die Einsatzleitung für die Amtsübung übernommen hatte.

Die anspruchsvolle Amtsübung wurde von der Fockbeker Wehrführung mit Hans-Jürgen Mumm und Andeas Lamp sowie Jens Blase, Dirk Häder und Thomas Hansen ausgearbeitet. Die Amtswehrführung unterstütze das Organisationsteam.

Ein Dank gilt an dieser Stelle Werkstattleiter Roman Suba und Sicherheitsbeauftragter Christian Pahl vom Hobby Wohnwagenwerk für die Bereitstellung des Übungsobjektes und hervorragende Unterstützung sowie den Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Fockbek, die als „geschminkte Verletzte“ zur Verfügung standen.

Ein weiterer Dank für die gute Zusammenarbeit geht an das Team der DRK Bereitschaft Rendsburg mit Einsatzleiter Christian Stöcken. 2019 findet die nächste Amtsübung der Wehren des Amtes Fockbek in Rickert statt.

Text: Jan Traulsen - Amt Fockbek

Bilder: Nicole Kröhnert - Feuerwehr Fockbek


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