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Großtierrettungstraining für Einsatzkräfte - Amtswehführung organisiert professionelle Ausbildung - amtsübergreifend

Mit Michael Böhler konnte Amtswehrführer Jan Traulsen (Amt Fockbek) nach fast zweijähriger Vorlaufzeit einen professionellen Ausbilder für das Thema „Technische Großtierrettung – Menschen schützen, Tiere schonen, Werte erhalten“ nach Fockbek einladen und 20 Einsatzkräfte aus den Ämtern Eiderkanal, Hohner Harde und Fockbek in Theorie und Praxis schulen.

 

Die Zahl der Einsätze, an denen große Tiere wie Pferde, Rinder, Lamas oder Esel etc. beteiligt sind, steigt seit Jahren. 

Bis vor einigen Jahren – und leider erlebt man es auch heute noch – wurde in solchen Fällen improvisiert. Oft blieb dabei die Sicherheit der Einsatzkräfte auf der Strecke, das Wohlergehen der Tiere fast immer. Hier hat sich glücklicherweise viel geändert. 

 

Mit der ganztägigen Ausbildung „Technische Großtierrettung – Menschen schützen, Tiere schonen, Werte erhalten“ werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die besonderen Gefahren und Herausforderungen an Einsatzorten mit großen Tieren vorbereitet. Ziel des Trainings ist eine sichere und tierschonende Rettung. 

Einen ganzen Tag nehmen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag, den 5. September auf dem Hofgelände von Christiane Kruse-Koll in Ahrenstedt Zeit für das Thema. Der Trainingstag beginnt mit einem Seminarteil im Feuerwehrgerätehaus Fockbek. Dabei erhalten die angehenden Großtierretter wichtiges Grundlagenwissen. Auch die Anwendung geeigneter Einsatzstrategien sowie sichere und tierschonende Vorgehensweisen werden thematisiert: Die technische Großtierrettung hat viele Facetten.

 

Der Bezug zur Praxis wird in diesem ersten Seminarteil in zweieinhalb Stunden des Trainingstages anschaulich anhand mehrerer, teils haarsträubender Einsatzvideos aus aller Welt hergestellt, um danach das Erlernte am Beispiel verschiedener Einsatzszenarien praktisch anzuwenden und realitätsnah zu üben. 

 „Hope“ ist ein professioneller Pferdedummy, wiegt circa 250 kg, hat bewegliche Gelenke und eine Größe wie das lebendige Vorbild. Ihr großer Vorteil: Sie lässt alle Übungen und auch Fehler, die beim Training natürlich gemacht werden dürfen, geduldig über sich ergehen. Bis in den späten Nachmittag hinein simulieren die Trainingsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit dem Dummy die verschiedensten Notlagen, wie sie im echten Einsatz vorkommen können: „Hope“ wird aus misslichen Lagen wie Gräben, einem Graben, aus einer Stallbox und einem verunfallten Anhänger befreit – eine Herausforderung, die Geschicklichkeit und Teamarbeit erfordert. Die Teilnehmer lernen unter Anleitung des Trainers und mit dem Dummypferd, wie eine sichere und tierschonende Großtierrettung ablaufen sollte. Dabei kommen auch die Spezialwerkzeuge zum Einsatz. Diese sind internationaler Standard und wurden für die technische Großtierrettung entwickelt. Sie sind geeignet, Tiere schonend und schmerzfrei zu befreien, ohne dass die Rettungskräfte dem Tier zu nahekommen müssen. 

 

 

Foto 1 (ComCavalo): Ausbilder Michael Böhler (rechts) und die Lehrgangsteilnehmer/innen mit Pferdedummy „Hope“ im Hintergrund. 

 

Foto 2 (ComCavalo): Ein Einsatzszenario in einer Pferdebox wird ruhig und sicher geübt.

 

Foto 3 (ComCavalo): Das Retten aus einer Hanglage auf einer Koppel stand ebenfalls auf dem Ausbildungsplan.

 

Fotoserien

2026_09_17 Großtierrettung Amt Fockbek (SO, 04. Oktober 2026)